30.08.2017

Ruderverein ist "Fit for Future"

Grundsteinlegung am neuen Bootshaus

Siegburg. Der Siegburger Ruderverein blickt auf eine lange Tradition zurück. 1910 gründete sich der Verein, das älteste und noch heute ab und an bewegte Boot heißt "Olympia". Es stammt aus dem Olympiajahr 1936.

Auf der Geschichte ausruhen? Dann ist man selbst bald Geschichte! Deshalb gibt's das Projekt "Fit for Future", deshalb gibt's ein neues Bootshaus neben dem alten an der Wahnbachtalstraße. Deshalb stimmten alle Mitglieder für eine Beitragserhöhung von 45 Prozent, um die veranschlagten 400.000 Euro für "Fit for Future" zu stemmen. Finanzielle Unterstützung der Stadt gab es in der Planungsphase, sie betrug rund 18.000 Euro. Über einen Baukostenzuschuss muss noch entschieden werden. Das Gros der anfallenden Kosten wollen die Ruderer selber zahlen. "Viele Subventionen haben noch nie gute Demokraten hervorgebracht", so der Vereinsvorsitzende Boris Scharenberg gestern bei der Verankerung des Grundsteins im fortgeschrittenen Bau. Was passiert genau? Zunächst einmal das, was Sie auf dem Bild sehen. Im Mai wurde mit den Arbeiten an dem Stelzengebäude begonnen, im Oktober soll das 283 Quadratmeter große Bootshaus fertig sein. Es teilt sich auf in drei Einheiten: Eine für die Einer, eine für die restlichen Boote und eine für die Werkstatt. Da die Bootherberge im Landschaftsschutzgebiet an der Sieg errichtet wird, sind Auflagen zu erfüllen. Das Dach wird begrünt, die Wände bekommen eine Außenverkleidung aus Holz. Letzteres geschieht in Eigenarbeit. Allein 280.000 Euro kostet diese erste und wichtigste Stufe des Zukunftskonzepts. Wenn im Herbst der Umzug der Boote vollzogen ist, wird die bisherige Bootshalle zur Trainings- und Fitnessarea - mit Heizung. "Wir steigern somit vor allem in den Wintermonaten die Attraktivität des Vereins", so Urgestein und Ex-Weltmeister Erik Ring. In dieser Stufe 2 führen die Mitglieder erneut vielfältige Maßnahmen selbst durch. Nach der Umgestaltung des Fitnessbereichs sollen in der letzten Stufe noch die Damen- und Herrenumkleiden verlegt und ein kleines Büro plus Lagerraum im alten Teil der bestehenden Bootshalle eingerichtet werden. Mit dem Neubau der Umkleiden wird den gestiegenen Mitgliederzahlen - von 250 auf 300 - begegnet. Selbstredend, dass die sanitären Einrichtungen auf einen modernen Stand gebracht werden. Foto: Vereinschef Boris Scharenberg am Mikrofon, auf der Leiter in Grundsteinnähe Bürgermeister Franz Huhn (r.) und Architekt Wolfgang Mergen.


30.08.2017 - Bootshaus-STV

Vereinschef Boris Scharenberg am Mikrofon, auf der Leiter in Grundsteinnähe Bürgermeister Franz Huhn (r.) und Architekt Wolfgang Mergen