06.12.2018

"Helden der Nation"

Auszeichnungen für die Feuerwehr am Tag des Ehrenamtes

Siegburg. "Die Ehrenamtler sind die Helden der Nation. Es sind Menschen, die ein in unserer Zeit wichtiges Zeichen nach außen setzen.

Sie opfern freiwillig und ohne dafür entlohnt zu werden einen Teil ihrer Freizeit, um für andere Menschen da zu sein", betonte Bürgermeister Franz Huhn am gestrigen Tag des Ehrenamtes. Seit 2012 werden rund um den 5. Dezember ausgewählte Bürger stellvertretend für alle ehrenamtlich Tätigen geehrt. Dabei fiel die Auswahl in den vergangenen Jahren auf Personen aus den Bereichen Arbeit mit Flüchtlingen, Arbeit in Altentagesstätten/Seniorentreffs sowie aus Projekten für Kinder und Jugendliche.

"Die Auswahl für dieses Jahr fiel uns nicht schwer", verriet Huhn. Nach dem Großbrand auf dem Brückberg und der herausragenden Leistung der Wehrleute wählte man Mitglieder der fünf Siegburger Löschgruppen - Innere Stadt, Brückberg, Wolsdorf, Stallberg und Kaldauen - aus, und zwar die, die am häufigsten an den Gruppenabenden teilgenommen haben. "Das Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr ist ein ganz besonderes Ehrenamt. Es ist nicht selbstverständlich, dass man seine Gesundheit oder sogar sein Leben für andere Menschen in Gefahr bringt. Und es ist auch nicht selbstverständlich, dass man Lebenspartner hat, die das mittragen." Daher gelte die Auszeichnung in diesem Jahr nicht nur den Ehrenamtlern selbst, sondern auch ihren Familien. Und, so Huhn weiter, natürlich auch den Arbeitgebern, verbunden mit der Bitte: "Lasst die Feuerwehrleute gehen, wenn sich der Piepser meldet!"

Als Dankeschön wurde den Feuerwehrleuten von Birgit Binte-Wingen, Leiterin der Freiwilligen-Agentur der Diakonie, die Ehrenamtskarte NRW überreicht. Sie berechtigt zu ermäßigten Eintritten in zahlreiche öffentliche Einrichtungen. Voraussetzung ist ein Ehrenamt, in dem man über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren mindestens fünf Wochenstunden aktiv gewesen ist.

Foto: Vordere Reihe, von links nach rechts: Birgit Binte-Wingen von der Freiwilligen-Agentur, Dagmar Redlin aus dem Sozialamt, Frank Dehmel von der Löschgruppe Wolsdorf und Rainer Stocksiefen von der Löschgruppe Stallberg. Dahinter, ebenfalls von links nach rechts: Dirk Sterzenbach, Mitglied der Brückberger Löschgruppe und einst "aus dem Kinderwagen zur Feuerwehr", Dirk Lütz von der Löschgruppe Wolsdorf ("nach der ersten Faszination für die Technik wurde der Gedanke, Menschenleben zu retten, immer wichtiger"), Eric Schwanewedel, Floriansjünger aus Wolsdorf, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat und bei der Berufsfeuerwehr Bonn arbeitet, Gerold Barkowski von der Löschgruppe Innere Stadt und Alexander Kraus, Löschgruppe Kaldauen. Daneben Bürgermeister Franz Huhn. Es fehlt der Kaldauer Feuerwehrmann Kevin Mayer.


06.12.2018 - Ehrenamtstag

Ehrenamtstag