Donnerstag, 21. Februar 2019, 18:30 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus

"Zwischen Weltkriegen und Wirtschaftswunder - der Abiturjahrgang 1925 des staatlichen Gymnasiums zu Siegburg"

268. Siegburger Museumsgespräch

Ostern 1916 treten sie ehrfürchtig über die Schulschwelle. Wahrscheinlich aufgeregt, ganz bestimmt haben die Eltern ihnen die Mütze, die sie als Schüler einer höheren Lehranstalt ausweist, auf den Kopf gesetzt. 42 Jungen sind es in der Sexta des Königlichen Gymnasiums am Markt, nur zwölf von ihnen werden es schaffen, im Frühjahr 1925 das Abiturzeugnis entgegennehmen.

Rechnet man auch all die hinzu, die dem Jahrgang zeitweise angehörten, kommt man auf die Zahl 99. „Abi 1925“ ist bei diesem Museumsgespräch eine weite Kategorie, betrachtet werden auch die Temporären.  Die, die später kamen, die eher gingen. Über das Gehen und Ankommen, über Lebenswege und Lebensbrüche der „1925er“ wird Stadtarchivar Jan Gerull berichten. Im Stadtarchiv sind zwei Chroniken des Jahrganges aus den Jahren 1950 und 1965 erhalten, angefertigt zur 25-jährigen und 40-jährigen Wiederkehr der Reifeprüfung. In den Ausführungen spiegelt sich ein dramatisches deutsches Jahrhundert. Einschulung im Kaiserreich, Abitur und Ausbildung/Studium in der Weimarer Republik, berufliches Fußfassen im Dritten Reich, Kriegseinsatz, Wiederaufbau und Wiederaufnahme des Karrierewegs in der Bundesrepublik. Wir werden dank der Akribie der Chronisten die Epochen mit Beispielen füllen.

Referent: Jan Gerull, Stadtarchiv Siegburg

 

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Teaser quer - Museumsgespräch