24.01.2018

Weltweite Wundversorgung

Krankenpflegerin auch im Urlaub für Patienten da

Siegburg. Die 29-jährige Ramona Glogowski arbeitet als Wundmanagerin in der Pflege im Helios Klinikum und engagiert sich im Ausland für bedürftige Kinder und Familien.

Ihr letzter Trip führte sie im Oktober 2017 nach Kambodscha. Hier besuchte sie ein Waisenhaus in Phnom Penh, im Gepäck Spenden von ihrer Familie, Freunden sowie Kollegen aus dem Siegburger Krankenhaus. "Ich habe für diese Reise erstmals über Facebook nach Unterstützung gefragt und fand es klasse, wie groß die Resonanz war. 1.100 Euro sind zusammengekommen." Von dem Geld kaufte Ramona Glogowski vor Ort Reis, Spielzeug, Seife, Zahnbürsten und Zahnpasta sowie Stifte und Schreibtafeln für die Schule des Waisenhauses. "Lebensmittel sind in Kambodscha sehr teuer. Ein Sack Reis kostet 100 US-Dollar und reicht 10 bis 20 Personen gerade zwei Tage." Auch Verbandsmaterial hatte sie dabei, das in Deutschland aufgrund der strengen Haltbarkeitsrichtlinien keine Verwendung mehr fand. "Ich habe es einem Arzt überreicht und ihm erklärt, was er und wie er es benutzen kann." Über Facebook hat die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin ihre Reiseerlebnisse geteilt. "Das Land ist unglaublich, einerseits begegnet man herzlichen Menschen und genießt das Urlaubsgefühl, auf der anderen Seite sieht man viel Leid und Traurigkeit." Mitte 2018 fliegt Glogowski wieder nach Kambodscha. Auf der Tour in einen noch ärmeren Landeswinkel will sie kostenlose Wundversorgung anbieten. Wer spenden möchte, Geld oder Verbände, klickt auf ihre Facebook-Seite. Foto:Ramona Glogowski, ganz rechts, mit dankbaren Pänz in Kambodscha.


24.01.2018 - Glokowski

Ramona Glogowski im Waisenhaus in Kambodscha