16.05.2019

Operationen in 3D

Siegburger "AugenZentrum" ist Vorreiter in Deutschland

Siegburg. Seit April behandelt das "AugenZentrum", Europaplatz 3, als fünfter augenoperativer Standort und als erstes ambulantes Zentrum in Deutschland mit einer 3D-Darstellungstechnik bei Augenoperationen.

Wo früher der Fachmann über ein Mikroskop direkt in das zu heilende Sehorgan des Patienten schaute, überträgt nun eine Kamera die Aufnahme live auf einen Bildschirm, mit Hilfe von Brillen erhält der Operateur einen dreidimensionalen Eindruck. "Wir haben so einen deutlich größeren und damit präziseren Blick auf das Auge als früher", erläutert Prof. Dr. Ulrich Kellner, ärztlicher Leiter des AugenZentrums, die Vorteile der neuen Technik. Für den Patienten, der den Eingriff bei vollem Bewusstsein - lediglich das zu behandelnde Auge wird örtlich betäubt - erlebt, wird die Operation entspannter: "Im herkömmlichen Verfahren brauchten wir immer sehr viel Licht, was von vielen Patienten als belastend empfunden wurde. Nun können wir die Helligkeit über den Bildschirm korrigieren, das Auge muss nur noch minimal ausgeleuchtet werden." Letztendlich profitieren auch die Behandelnden: "Da wir uns nicht mehr über das Mikroskop beugen müssen, werden unsere Rücken deutlich entlastet." Nachteile gegenüber herkömmlichen Augenoperationen hat der Patient nicht, es entstehen auch keine zusätzlichen Kosten. Die Technik ist für "fast alle Augenoperationen" geeignet, wie Kellner erläutert. "Das ist lediglich die Visualisierung. Was man damit macht, hängt davon ab, was der Operateur kann." Foto: Prof. Dr. Ulrich Kellner erläutert Bürgermeister Franz Huhn die neu angeschaffte 3D-Darstellungstechnik im AugenZentrum Siegburg.


16.05.2019 - Augenarzt

3D-Operationstechnik im Augenzentrum