23.01.2012
Zukunft der Abtei
Erzbistum investiert mindestens 40 Millionen Euro
Siegburg. Eine Ordensgemeinschaft der Karmeliten und das Katholisch-Soziale Institut der Erzdiözese Köln (KSI) ziehen auf den Michaelsberg und geben dem Siegburger Wahrzeichen eine neue und gute Zukunft.
Das Edith-Stein-Exerzitienhaus bleibt am Standort erhalten. Diese für die Kreisstadt so erfreulichen Botschaften teilte heute Mittag Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp bei einer Pressekonferenz im Kloster mit. "Ich freue mich, dass der Michaelsberg wieder zu einem Leuchtturm des geistlichen Lebens wird", betonte der Generalvikar. Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, wegen eines Termins beim Ständigen Rat der Bischofskonferenz in Würzburg an der Reise nach Siegburg verhindert, habe sich "intensiv" um die Lösungen bemüht. Die Ordensbrüder ziehen in das bisherige Jugendgästehaus Sankt Maurus. Mit den Umbauplanungen soll sofort begonnen werden. Angestrebter Einzugstermin: Herbst nächsten Jahres. Das bisher in Bad Honnef ansässige KSI wird erst nach umfassenden und mindestens 40 Millionen Euro teuren Sanierungen mit 60 Mitarbeitern umziehen. Nach rund 12 Monate langen Planungen werden die Bauarbeiten zwei Jahre erfordern. Neubeginn in Siegburg also 2015, spätestens 2016. Die Akadamie bietet jährlich rund 1.000 Veranstaltungen mit insgesamt 17.000 Teilnehmern. Der Tagungs- und Lehrbetrieb entspreche dem Aufwand von gleich zwei vierzügigen Gymnasien, erläuterte KSI-Direktor Professor Dr. Ralph Bergold. In Siegburg treffe seine Akademie "auf große Geschichte und auf große Möglichkeiten". "Raum und Zeit für Bildung" biete das KSI und die Abtei werde dafür zu einer "belebenden Quelle". Er sehe dem Umzug "mit großer Vorfreude" entgegen. Der Standort Siegburg mit seinen Verkehrsanbindungen wie dem ICE biete beste Voraussetzungen. Für die Abtei habe es eine Vielzahl gewerblicher Anfragen gegeben, berichtete Hermann J. Schon, Finanzdirektor des Erzbistums. Doch sei es schlicht "unvorstellbar", dass künftig der Blick von der Autobahn A 3 bei Bad Honnef auf Siegburg den Schrifzug einer großen Hotelkette geziert hätte. Das Erzbistum wolle dem Klostergebäude "historisch und perspektivisch in jeder Beziehung gerecht werden". Foto (Hübner-Stauf): Blick nach vorn - in der Abtei wird "Raum und Zeit für Bildung" sein. Weitere Texte zur heute mitgeteilten Zukunft des Michaelsberges über den Link.


