12.08.2017

Sauberes Seligenthal

Was die Rochuswallfahrt mit Montezumas Rache zu tun hat

Siegburg. Seit 516 Jahren ziehen Pilger aus Siegburg und der Umgebung am 16. August zum Hl. Rochus nach Seligenthal.

Da hätte, bedenkt man das 500-jährige Jubiläum der Reformation, Martin Luther als Erfurter Student der "Septem Artes Liberales" noch mitziehen können! Doch wieso kam diese Wallfahrt auf? Seinen Anfang nahm sie als Bittprozession in Zeiten, als aufgrund der schlechten hygienischen Verhältnisse meist tödlich verlaufende Magen-Darm-Epidemien fast an der Tagesordnung waren. Man pilgerte zum hl. Rochus als Schutzpatron bei Erkrankungen der "roten Ruhr" und bat um Verschonung. Man kam aus den engen Städten in die frische Luft nach Seligenthal, wo die dort Lebenden nie erkrankten. Das konnte doch nur am hl. Rochus liegen, der dort in der alten Klosterkirche einen Altar hatte, wo man um Verschonung bat? Übrigens fürchtet man ja heute noch auf Urlaubsreisen "Montezumas Rache". Ein Grund mehr, sich auf den Pilgerweg zu begeben! Rochuswallfahrt am 16. August. Um 17.30 Uhr Vesper in Liebfrauen, Kaldauen, anschließend Prozession nach Seligenthal. Ebenfalls um 17.30 Uhr Statio in St. Mariä Namen, Braschoß, anschließend Prozession nach Seligenthal. Pilgermesse dort um 19 Uhr. Im Anschluss Picknick auf dem Klostergelände mit Butterblatz und Kölsch.


12.08.2017 - Rochus Wallfahrt

Rochus Wallfahrt