10.12.2011

Piraten entern Rathaus

Friedliches Rudel ohne politische Absichten

Siegburg. Es ging rasend schnell, dann waren die Piraten im Rathaus. Wahlen abwarten? Brauchen sie nicht!

Mit knorrigen Hölzern in der Hand stürmten sie des Bürgermeisters gute Stube. Von wegen programmatische Orientierungslosigkeit: Die Freibeuter wussten, was sie wollten! 10 Euro für die Schiffskasse - nicht zusammen, abgerechnet wurde einzeln. Das Seeräuber-Gastspiel währte kurz. Flugs waren die Scheine verstaut. "Müssen weiter", murmelte Anführer Fran. "Köln wartet", knurrte der schreckliche Ivan. "Andere Städte haben auch schöne Bürgermeister", grüßte Johanna zum Abschied. Mit den unlängst in Berlin so erfolgreichen Piraten, so wurde uns berichtet, hatte diese Gruppe nichts zu tun. Turnschuhe kennen sie nur vom Hörensagen, einen Laptop bedienen Fran und Co. nur äußerst selten. Auch fand sich kein Programmierer mit Designerbrille oder pickeliger Informatikstudent unter ihnen. Die Damen und Herren arbeiten alle ehrlich mit der Hand. Sie tischlern, zimmern oder betreiben Gartenbau. Mal hier, mal da. "Wandergesellen" - ohne politische Ambitionen. Das Foto schoss Gerd Heiliger.


Wandergesellen im Siegburger Rathaus (Foto: Gerd Heiliger)
Wandergesellen im Siegburger Rathaus (Foto: Gerd Heiliger)