10.04.2019

Navi führte in den Großeinsatz

LKW drohte in Wahnbach zu stürzen

Siegburg. In unangenehme Situationen kann man sich manövrieren, wenn man dem Navi mehr vertraut als dem eigenen Verstand und vorhandenen Verkehrszeichen. So erging es auch einem LKW-Fahrer, der gestern Vormittag inklusive Anhänger von Köln über Happerschoss nach Seligenthal wollte.

Am frühen Dienstagvormittag wurde er statt über die L 352 über die in das untere Wahnbachtal führenden Waldwege geleitet. Nach mehreren Kilometern wusste er nicht mehr weiter, holte sich einen Kollegen hinzu, der ihn im Schneckentempo durch die teils engen Kurven des steilen Hangs lotste. Den abgekoppelten Anhänger ließen die Männer im Wald stehen. Dieser wurde später von der Feuerwehr geborgen, um den Rettungsweg von der Rückseite zugänglich zu machen. Fünf Stunden später und nur wenige hundert Meter vor dem rettenden, asphaltierten Rüdemichweg war dann jedoch endgültig Schluss: Das Fahrzeug fuhr sich im weichen Boden fest. Der Fahrer bat nun ein Abschleppunternehmen um Hilfe, was sich als kontraproduktiv herausstellte: Nach dreistündigen Mühen drohte dem 15-Tonner der Absturz in den Wahnbach. Gegen 21.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, die schweres Gerät auffuhr. Erst mit der Unterstützung eines Baggers, der Kraft von zwei Bergefahrzeugen, eines Luftkissens und mehrerer Hand anlegender Feuerwehrleute konnte das Zugfahrzeug um kurz vor 4 Uhr aus der misslichen Lage befreit werden.


10.04.2019 - festgefahrener LKW

Festgefahrener LKW