06.02.2018

Mit Spaß dabei

Krankenhauskapelle jeden Samstag voll besetzt!

Siegburg. "Warum es Spaß macht, in der Krankenhauskapelle Dienst zu tun", berichtet uns Peter Schild:

"Zu Zeiten, als der sicherlich noch vielen in guter Erinnerung gebliebene Seelsorger Johannes Küpper Krankenhauspfarrer in Siegburg war, begleitete ich meinen gehbehinderten Onkel jeden Samstag zur Messe in die Krankenhauskapelle. Nach Küppers plötzlichem Tod (im Alter von 67 Jahren bei einer Frankreich-Reise 2009, Anm.) folgte Pfarrer Jochen Wolff in dieser Funktion und ich übernahm mehr oder weniger zufällig den Lektorendienst: Bei einem samstäglichen Gottesdienstbesuch suchte der Küster unter den Gläubigen jemanden, der bereit war, die Lesung vorzutragen. Die Lektorin, die dies bislang getan hatte, stand nicht mehr zur Verfügung. Eine andere hatte die Brille vergessen. So fiel mir diese Aufgabe zu. Als ich am darauffolgenden Samstag die Kapelle betrat, trafen sich meine und des Küsters Blicke. Wortlos war klar, dass ich wiederum den Lektorendienst übernehmen würde. Da keine Messdiener zur Verfügung standen und zu diesem Zeitpunkt keiner für den "Altardienst" zuständig war, übernahm ich nach einem kurzen Gespräch mit Pfarrer Wolff und dem Küster den Messdiener- und Lektorendienst. Man schickte mich zu Lehrgängen nach Köln, so wurde ich dann ab November 2011 auch offiziell zum Lektor und Kommunionhelfer. Da mir der kirchliche Dienst sehr viel Freude macht, übernahm ich zusätzlich das 'Ehrenamt' des Hauptküsters in der Krankenhauskapelle. Mit von der Partie sind Frau Voss und Herr Dr. Kaufmann. Meine Ehefrau und Frau Kaufmann brachten sich mit der Zeit in den Kollektendienst ein. Herr Voss ist für kleinere Reparaturarbeiten und den Auf- und Abbau der Krippe zuständig. Jeder packt nach seinen Möglichkeiten mit an, und so entsteht eine fast familiäre Atmosphäre, die sich offensichtlich auch auf die vielen Gottesdienstbesucher überträgt, denn am Samstagabend ist die Kapelle immer bis auf den letzten (Steh-) Platz besetzt. Nach zeitweiligem Ruhestand ist Diakon Helmut Lohr erfreulicherweise seit Dezember wieder als Subsidiar in unserem Kreis. Von ihm habe ich im Laufe der Jahre gelernt, was es heißt, einen guten Wortgottesdienst zu leiten. Meine Enkelin Lisa wurde nach ihrer Erstkommunion 2013 Messdienerin in der Krankenhauskapelle. Unter der neuen Leitung von Pfarrer Wallau geht unser aller Dienst in bewährter Weise weiter. Im Jahr 2017 ging mein Enkel Jan mit zur ersten hl. Kommunion und ich wurde Katechet. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, fünf Jungen auf die Erstkommunion vorzubereiten. In den letzten Tagen der Vorbereitung habe ich in die Runde gefragt: Wer von Euch möchte denn Messdiener werden? Sofort meldeten sich Adrian und Leander und wollten den Dienst gerne übernehmen, aber mit der Bedingung, Ausbildung nur mit mir und nur in der Krankenhauskapelle. Nach Rücksprache mit dem Krankenhauspfarrer Ottfried Wallau und der Pastoralreferentin Annette Blazek übernehmen die beiden und Lisa jetzt im Wechsel den Ministrantendienst. An Feiertagen springt auch Jan schon mal ein. In den Jahren 2016 und 2017, am Heiligen Abend, brachte unsere kleinste Enkelin Lena (jetzt 4) mit großem Einzug das Christkind zur Krippe. Durch die überfüllte Kapelle ging ein Raunen: Häste dat Klen gesehen?"


06.02.2018 - Krankenhauskapelle

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