21.02.2012

Kaplan als Teufelchen

"Predigt darf über alles gehen, nur nicht über 8 Minuten"

Siegburg. Was sonst in Gottesdiensten nur ganz selten vorkommt, das passierte ausnahmsweise in der Sonntagsmesse der Kaldauer Liebfrauengemeinde:

Langanhaltender Applaus nach der Predigt von Kaplan Stephan Berger. Denn der legte das Evangelium über die Heilung des Gelähmten in Kafarnaum (Markus, 1 - 12) in Reimform aus. Die aufmerksam zuhörenden Teilnehmer des Gottesdienstes erlebten keinen "Kokolores" und auch kein "Feuerwerk der Dollerei", wie der Priester zu Beginn klarstellte, sondern ein acht Minuten ("eine Predigt darf über alles gehen, nur nicht über acht Minuten") langes Gedicht mit der Aufforderung, dem Nächsten - wie Jesus Christus - Heilung zu bringen. Berger schloss seine Ansprache an seine zu Narren mutierenden Frommen: "Treibt's nicht zu doll, dass unserem Pastor keine Klagen kommen!" Zwei Stunden später verstärkte der Kaplan die Jugendgruppe der Liebfrauengemeinde im Kaldauer Zoch als "Teufelchen". Im großen Rosenmontagszug gab's einen karnevalistischen Gruß von Bürgermeister Franz Huhn, der den jecken Kirchenmann unter den Vorbeimarschierenden erspähte. Foto: Kaplan Stephan Berger (links) als "Teufelchen" im Kaldauer Veedelszug.

Meldung posten bei... 


Kaplan Stephan Berger (links) als "Teufelchen" im Kaldauer Veedelszug
Kaplan Stephan Berger (links) als "Teufelchen" im Kaldauer Veedelszug