09.03.2018

Gerettetes Ufer

Vater der Siegreinigung sagt leise Servus

Siegburg. Vor 36 Jahren, lange bevor es die Stadt-Putz-Tage gab, startete der damals frisch ins Amt berufene Fischschutzvereinsvorsitzende Hubert Linden die Ufereinigung. Dank der Vereinsinitiative werden Siegburg, Sankt Augustin und Hennef sowie der Wasserverband zur Unterhaltung des Siegburger Mühlengrabens durch Übernahme von Aufgaben unterstützt, die sonst die Allgemeinheit tragen müsste.

Morgen ist Lindens letzter Stadt-Putz-Tag in exponierter Position. Er scheidet nach genannten dreieinhalb Jahrzehnten aus dem Amt, am 18. März wird auf der Mitgliederversammlung ein Nachfolger bestimmt. Linden ist freilich nicht nur Aufräumer, er ist auch - wenn man so will - Ansiedler. Seiner Tatkraft ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Lachs sich wieder in der Sieg zuhause fühlt. Für seine Bemühungen um den Lebensraum der Kiementiere erhielt er sogar das Bundesverdienstkreuz. Seit einem Jahr ist er "Kreisfischereiberater". Doch noch einmal zurück zur Größenordnung der Reinigung durch die Fischschützer. 20 km Flussstrecke der Sieg und 5 km Mühlengraben befreien die freiwilligen Helfer des Vereins traditionell auf beiden Uferseiten vom Unrat. Dazu kommt das gesamte Areal rund um den 10 Hektar großen Allner See. Dort, wo die Umweltsünden - Fahrräder, Mofas, Sitzgarnituren - nicht mehr trockenen Fußes erreicht werden können, helfen die Taucher der DLRG weiter. Foto: Hubert Linden (r.) mit Siegburgs Umweltamtsleiter Thomas Schmitz.


09.03.2018 - Linden

Hubert Linden, re. und Thomas Schmitz