27.12.2018

Fettalarm an Heiligabend

Vollidioten beschimpfen Einsatzkräfte der Feuerwehr

Siegburg. Am Samstagvormittag gegen 9.20 Uhr wurde vom Autobahn-Rastplatz West eine Verunreinigung mit Öl gemeldet, die sich über eine Fläche von 1.000 Quadratmetern hinzog.

Zum Teil waren Stoffe bereits in die Regenwassereinläufe gesickert. Die Feuerwehr streute die kontaminierten Flächen mit Öl ab, später trafen Kräfte der Autobahnmeisterei ein, die übernahmen. Drei Stunden später wieder Ölalarm. Eine Spur zog sich von der Kreuzung Zeithstraße/Am Stallberg über mehrere hundert Meter bis zu einem Haus am Kiefernweg. Dort wurde das lecke Fahrzeug ausfindig gemacht. Speisefett statt Öl dann an Heiligabend. Einsatzmeldung gegen 9.50 Uhr: Im Eingangsbereich des Kaufhofs, in der Kaiserstraße, in der Cecilienstraße und der Ankergasse gab es "massive Verunreinigungen durch Speisefett". Die Folge: Eine extreme Glätte! Zur Sicherheit der Fußgänger mussten große Teile der betroffenen Flächen abgesperrt und Warntafeln aufgestellt werden. Das Zeug auf dem Pflaster konnte nur mit Spezialgerät einer Fachfirma entschärft werden. Die Absperrung der Flächen führte bei einigen Bürgerinnen und Bürgern (schämt euch!) zu "extremem Unmut". Die Einsatzkräfte der Feuerwehr, die an Heiligabend zum Schutz der Menschen ausgerückt waren, wurden von einigen Vollidioten verbal attackiert. Und zwar, so schildern die Betroffenen: Auf das Übelste! Wartungsarbeiten an der Sprinkleranlage der Kreissparkasse lösten eine Kettenreaktion aus: Intern wurde Brandmeldealarm ausgelöst, extern über die Telefonzentrale die Feuerwehr alarmiert, die mit Kräften der hauptamtlichen Wache sowie Mitgliedern der ehrenamtlichen Wehr ins S-Carre ausrückte. Ein Haustechniker informierte dort den Einsatzleiter über den Fehler. Der ordnete an, während der weiteren Prüfarbeiten die Übertragungseinrichtung abzuschalten.


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