12.02.2012

Debatte um Trasse

"Grietche" soll flachgelegt werden

Siegburg. Am Donnerstagabend debattierte der städtische Planungsausschuss über den Ausbau der ehemaligen Bahntrasse nach Lohmar ("Luhmer Grietche") zu einem Geh- und Radweg.

Bereits seit mehreren Jahren radeln die Siegburger über die schon fertigen Abschnitte: von der Zeithstraße bis zur Waldstraße geht es abseits des Autoverkehrs quer durch die Innenstadt - über eine von Bäumen gesäumte Strecke. Nun unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen finanziell den Ausbau der restlichen Abschnitte vom Kleiberg zur Zeithstraße und von der Waldstraße bis in den Lohmarer Wald. Den Förderantrag für das Geld aus Düsseldorf haben die Städte Lohmar und Siegburg gemeinsam gestellt, Lohmar hat schon mit dem Bau begonnen. Auch in Siegburg sind fast alle Bürger begeisterte Befürworter des attraktiven "Alleenradweges", so der Titel der Förderprogramms. Allerdings hatten sich bei der städtischen Informationsveranstaltung Anfang Dezember letzten Jahres viele Anlieger des sogenannten "Abschnittes 4", das ist die Strecke von der Waldstraße bis zur Steinbahn, kritisch geäußert. Die Anwohner befürchten vor allem, dass die Radler künftig von der höher gelegenen Trasse Einsicht in die Gärten nehmen. Die Stadtverwaltung wird nun möglichst bald mit dem Ausbau der ersten Abschnitte beginnen, den Bereich des Abschnittes 4 aber noch einmal planerisch unter die Lupe nehmen. Der Planungsausschuss sprach sich mehrheitlich für diese Lösung aus: Die Bauverwaltung soll prüfen, ob die Trasse nicht niedriger gelegt werden kann, um die befürchteten Belästigungen für die Anlieger zu minimieren. Wenn also weitere Planungsvarianten vorliegen, und das soll schnellstmöglich geschehen, will der Planungsausschuss endgültig über den umstrittenen Abschnitt entscheiden. Foto: Hinter der Steinbahn und dem Heckershof verschwindet die Trasse im Wald.


Hinter der Steinbahn und dem Heckershof verschwindet die Trasse im Wald.
Hinter der Steinbahn und dem Heckershof verschwindet die Trasse im Wald.