04.01.2012
BH am Bücherregal
Fundsachen-Krimis in der Stadtbibliothek
Siegburg. Stark frequentiert ist die beliebte Siegburger Stadtbibliothek.
Dokumentiert wird der Andrang in der Zahl der "Umsätze". Wo eine halbe Million Mal Bücher, Spiele und Filme über den Tresen gehen (Jahreswert 2010, Zahlen von 2011 demnächst in siegburgaktuell), bleibt auch viel liegen. Zum Beispiel hing ein schwarzer BH, gerade erstanden und noch mit 9,95-Euro-Preisschild versehen, an einem Bücherregal. Ein roter Geldbeutel mit einem lila Scheinchen erregte ebenfalls Aufsehen. Der 500er entpuppte sich als falscher 50er. Das Spielgeld könnte einem Monopoly-Freund gehören? Total real ist der Bibliotheksausweis der "Openbaare Bibliotheeken" in De Panne, der westlichsten Kommune unseres Nachbarlandes Belgien. Leider ist der Inhaber nicht Kunde in Siegburgs Lesetempel, deshalb konnte das Fundstück (noch) nicht wiedergegeben werden. Die gesammelten Werke liegen ab heute im städtischen Fundbüro im Rathaus, Zimmer Nummer 7. Die Bibliothek hat nach der Winterpause samt Café Corner wieder geöffnet und freut sich schon jetzt auf die Sherlock Holmes Vorstellung am 22. Januar. Sie ist restlos ausverkauft! Apropos Detektive: Großen Spürnasen-Ehrgeiz zeigen die Mitarbeiterinnen, wenn es Ansatzpunkte für die Ergreifung eines Fundsachenbesitzers gibt. Eine Geburtsanzeige mit süßem Baby-Bild war als Lesezeichen in einem Buch vergessen worden. Über das Leihregister ermittelte Kollegin Monika Baltes die stolze Oma des Kindes. Die Großmutter bedankte sich mit Plätzchen für das ganze Team. Foto: Sonst noch im Angebot: Eine Doppelhenkelflasche für ganz Kleine, Sonnenbrillen für etwas Größere, ein Bilderbuch vom Hamlner Rattenfänger - aus Privatbesitz, nicht aus dem Bestand der Stadtbibliothek.


