09.05.2019

Beitrag zum Artenschutz

300 Obstbäume suchen ein Zuhause

Siegburg. Etwa eine Millionen Tier- und Pflanzenarten seien akut vom Aussterben bedroht, informierte der Weltbiodiversitätsrat vor wenigen Tagen und forderte, "sofort auf allen lokalen bis globalen Ebenen" mit dem Artenschutz zu beginnen.

In Siegburg fasste der Umweltausschuss im Februar 2018 den Beschluss, die Lebensbedingungen für die bedrohte Insektenwelt durch kostenlose Abgabe von Obstbäumen nachhaltig zu verbessern. Von 500 Bäume zur Verfügung stehenden Bäumen hat die Verwaltung bereits 200 an Siegburger Gartenfreunde verteilt. Die Aktion läuft 2019 weiter. Interessenten können zwischen mehreren Obstbäumen wählen, müssen jedoch zwei wichtige Voraussetzungen erfüllen: Ihnen gehört ein Siegburger Grundstück und sie verpflichten sich, den Neuling auch in ihrem Grün zu pflanzen, regelmäßig zu wässern und Rückschnitte vorzunehmen. Die Baumauswahl wurde im Vorfeld gemeinsam mit der Biologischen Station in Eitorf getroffen, Berücksichtigung fanden vornehmlich alte, robuste Sorten, die mit dem mittel-westeuropäischen Klima vertraut und auf vielen Böden einsetzbar sind. Im Portfolio sind etwa der Apfel "Luxemburger Triumpf", die Birne "Köstliche von Charneau", die "Mirabelle von Nancy" und die Zwetschge "Wagenheimer Frühe". Finanziert wird die Aktion aus dem Ausgleichsfonds für Bäume. Dieser sammelt Gelder, die Grundstückseigentümer für einen gefällten Baum zahlen, wenn sie selbst aufgrund ihrer räumlichen Verhältnisse keinen neuen Baum pflanzen können. Wenn Sie einen Obstbaum aufziehen möchten, müssen Sie auf der Webseite des städtischen Umweltamtes Ihr Interesse bekunden. Dorthin über den Link am Ende des Artikels. Die Berücksichtigung der Bewerbungen erfolgt nach der Reihenfolge des Eingangs. Foto: © Rhein Voreifel Touristik/Hans Otzen


09.05.2019 - Obstbaum_(C) Rhein Voreifel Touristik eV - Hans Otzen

Obstbaum_(C) Rhein Voreifel Touristik eV - Hans Otzen  

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