18.03.2012

Siegburg gibt den Ton an

Museumsgespräch zur Sammlung Schulte

Siegburg. Der Name Fritz Schulte ist alten Siegburgern noch ein Begriff.

Er hatte einen Tabak- und Schreibwarenladen und war als interessierter "Ton-Sammler" in der Stadt bekannt, der auch die Jugend anspornte, ihm Scherben zu bringen. Die mehrere tausend Stücke umfassende Sammlung ruhte nach seinem Tode lange Zeit unbeachtet, bis sie im Jahr 2000 von der Archäologin Dr. Marion Roehmer, einer ausgewiesenen Spezialistin für Rheinisches Steinzeug, aufgenommen und wissenschaftlich ausgewertet wurde. Die umfangreiche Publikation, herausgegeben vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, liegt seit einigen Jahren vor. Mit ihr haben sich die Kenntnisse über das heimische Töpferhandwerks für die Frühzeit am Lendersberg/ Galgenberg und über die Spätzeit der Produktion beträchtlich erweitert. Das nächste Museumsgespräch am Donnerstag, 22. März, 18.30 Uhr, Stadtmuseum, wird einige dieser neu gewonnenen Formen vorstellen. Außerdem bringt Römer das Siegburger Steinzeug, das im Mittelalter über die gesamte damals bekannte Welt verbreitet war, in einen kulturgeschichtlichen Zusammenhang: Modische Vorlieben, Tischsitten und die Wertschätzung der Keramik werden deutlich. Der Eintritt ist wie immer frei!


Archäologin Dr. Marion Roehmer
Archäologin Dr. Marion Roehmer