06.09.2019

Rüstung, Krieg, Zerstörung

Skulpturen und Installationen "sprechen" mit Exponaten im Museum

Siegburg. Der "Projektraum Skulptur" ist ein Netzwerk von Bildhauerinnen und Bildhauern in Bonn, das in verschiedenen Konstellationen Ausstellungen durchführt.

Zehn dieser Künstler konzipierten die Schau "Face to Face" im Siegburger Stadtmuseum, die am Sonntag, 8. September, um 11.30 Uhr eröffnet wird: Paul Advena, Reinhard Dobat, Karin Drastik, Dr. Claudia Kaufmann, Angela Lenk, Ulrike Mitt, Karin Rahn-Hotze, Evelyn Sauer, Karin Soot-Böhmer, Judith Wohlgemuth. Während die Protagonisten in ihrer freien künstlerischen Arbeit eigene Denkansätze verfolgen, stellen sie sich im Stadtmuseum einer anderen Herausforderung. Sie schaffen Objekte als Gegenüberstellung zu Ausstellungsexponaten des Stadtmuseums. Zu sehen sind diverse Skulpturen und Installationen aus Holz, Keramik, Gips, Styropor, Textil und Plastik. Wie muss man sich das Prinzip der "kommunizierenden" Exponate vorstellen? Paul Advena nahm sich die langjährige Munitionsproduktion im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert vor, formte für den Industrieraum das Stück "Trümmer" (Foto). Dr. Claudia Kaufmanns Werk "Aufbäumen" korrespondiert mit der Zwangsjacke aus dem Bereich der Abteigeschichte, der sich mit Maximilian Jacobis Irrenheilanstalt befasst. Und die Installation "Getränkeflaschen aus Plastik" von Judith Wohlgemuth bezieht sich auf die Siegburger Keramik als Massenware. Bis 3. November ist "Face to Face" zu sehen!


06.09.2019 - Ausstellung-stadtmuseum