05.12.2013

Legende lebt

Von Strauß verboten, in Siegburg lang erwartet

Siegburg. Sie verspotteten die Polizei, zündeten die Schule an.

Sie ließen auf Partys den "Flieger" abheben, wollten "Annemarie" flachlegen und beschworen die Wonnen der Kleptomanie und die Abgründe des Kokain. Lange vor den Toten Hosen oder den Ärzten gab es eine deutsche Band, die die Schönheit der 3-Minuten-Gitarrenhymne mit rotzig-subversiven Texten entdeckt hatte und damit die Charts eroberte: Extrabreit aus Hagen, die Väter des deutschen Pop-Punks. Dafür wurden sie von renitenten Teenagern heiß geliebt und von der Musikkritik als "NDW-Spaßkapelle" verschrien, von Strauß im Bayrischen Rundfunk verboten und von der selbsternannten Punk-Avantgarde als Abzocker angefeindet - schon in den 80ern waren Extrabreit eine ebenso umstrittene wie legendäre deutsche Combo. Und im Jahr 1982 mit gleich zwei Goldenen Schallplatten die erfolgreichste. Auch 2013 materialisieren sie sich mit ihren Gassenhauern auf Open Airs und Hallenbühnen, um zu beweisen, dass sie live immer noch zum Besten zählen, was deutsche Rockmusik zu bieten hat. Am 3. August 2013 spielten sie in ihrer Heimatstadt Hagen vor 10.000 Fans. Am Samstagabend, 21 Uhr, sind es ein paar weniger im Siegburger Kubana Live Club an der Zeithstraße 100. Karten kosten 17,50 Euro im Vorverkauf, 20 Euro an der Abendkasse. Gewinnspielfrage um 2x2 Freikarten: 2009 drehten die Mannen für i-h-r-en Bundesligaclub richtig auf, gaben ein Ständchen in der Westfalenhalle zum 100. Geburstag. Welcher Bundesligist im deutschen Nationalsport Fußball kann das nur sein? Antworten an gewinnspiel@siegburg.de, morgen die Auflösung.


05.12.2013 - Extrabreit

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