03.01.2019

Kufenzirkus entführte ins Wunderland

Rhein-Sieg-Halle wurde zum Eispalast

Siegburg. Seit mehr als einem halben Jahrhundert begeistert der "Russian Circus on Ice" sein Publikum.

Im kalten Sibirien und auf Kreuzfahrtschiffen in der Karibik. Möglich macht dies ein in Deutschland entwickelter Kunststoff, der die Erfordernisse der Artisten auf Kufen perfekt erfüllt. So verwandelte sich am Sonntag, 30. Dezember, die Rhein-Sieg-Halle in einen wohl temperierten Eispalast. Dargeboten wurde "Alice im Wunderland". Anastasia Anosova und Dariia Serebrennikova wussten im Wechsel gleich in zwei Hauptrollen zu begeistern: Beide spielten sowohl Alice wie auch die Schachkönigin. Dabei blieben sie nicht ausschließlich auf dem Kunsteis, sondern zeigten mit Hilfe von Ringen, Seilen und Tüchern akrobatische Einlagen mehrere Meter über der großen Bühne. Stepan Ryabov musste sich als Schachkönig nicht hinter den beiden Frauen verstecken: Besonders in den Musiknummern - egal ob am Flaschen-Xylophon, der singenden Säge oder mit der Trillerpfeife - unterhielt er das Publikum auf amüsante Art, animierte zu einem "Bruder Jakob"-Ständchen. Ryabov zeichnete zudem für die Komposition der Musik, die perfekt auf die einzelnen Szenen zugeschnitten war, verantwortlich. Natürlich durften die anderen berühmten Figuren der anderthalb Jahrhunderte alten Erzählungen "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln" von Lewis Carroll nicht fehlen: das sprechende Kaninchen, die Grinsekatze, der verrückte Hutmacher, die Zwillinge Zwiddeldum und Zwiddeldei sowie das Ei Humpty Dumpty, um nur die bekanntesten zu nennen. Nachdem die erste Hälfte noch die eine oder andere Länge gezeigt hatte, konnte die zweite mit einer rasanten Show, in der sich Tanz, Akrobatik und Zauberei zu einem bunten Bild vermischten, rundum überzeugen. Den Akteuren war langanhaltender Applaus sicher. Foto: Björn Langer


03.01.2019 - Russian Circus on Ice

Russian Circus on Ice