11.06.2019

Als Humperdinck sinnierte

Handschrift des berühmten Siegburgsohnes geht Stadtarchiv zu

Siegburg. Unter der Bezeichnung "Autograph" versteht man die eigenhändige Niederschrift einer berühmten Persönlichkeit, eines bekannten Komponisten.

Eine solche Aufzeichnung aus der Hand Engelbert Humperdincks, nämlich die des am 3. Juli 1876 komponierten Liedes "Oft sinn ich hin und wieder", ging am Samstag dem Stadtarchiv zu. Die Musikwerkstatt wird den Neuzugang - es handelt sich um eine Zweitschrift, gedacht wohl für den Sänger bzw. Pianisten einer Aufführung - im Humperdinckbestand aufnehmen. Von der Existenz dieser Zweitschrift war bislang nichts bekannt. Wer übergab das gute Stück Musikgeschichte? Mathias Conrads und seine Frau Birgitt Helen-Conrads aus Wuppertal. Die Humperdinckhandschrift war Teil des Nachlasses von Conrads 2018 verstorbener Mutter. Möglicherweise kam es einst in der Kruppschen Villa Hügel, wo ein Vorfahre der Familie beschäftigt war und Humperdinck gleichzeitig für die Industriellen komponierte, zu einem Zusammentreffen. Foto: Birgitt Helen-Conrads (r.) und Mathias Conrads nehmen Bürgermeister Franz Huhn und Musikwerkstatt-Leiter Dr. Christian Ubber in die Mitte. Übergabeort war der Humperdinckflügel im Stadtmuseum.


11.06.2019 - Humperdinck-Autograf

v. r.: Birgitt Helen-Conrads, Bürgermeister Franz Huhn, Musikwerkstatt-Leiter Dr. Christian Ubber und Mathias Conrads