07.03.2018

Yams, Maniok und Tamarinde

Alleestraße aß afrikanisch

Siegburg. Diesmal lag das Ziel der Multi-Kulti-Kochgruppe weit im Süden: Afrika.

Martin und Britta von Peschke sowie Thomas Schulze hatten als "Köche des Abends" für die fast 30 Teilnehmer Köstlichkeiten aus allen vier Himmelsrichtungen des Schwarzen Kontinents zum Probieren ausgewählt - frei nach dem Sprichwort der Kikuyu aus Kenia: "Nur beim Kosten schmeckt man das Gute im Essen." Zudem gab das Trio interessante Einblicke in länderspezifische Essgewohnheiten und stellte ungewohnte Zutaten wie Okra, Yams, Tamarinde, Kochbananen und Maniok vor. Als Afrika-Reisende haben Martin und Britta von Peschke die dortige Küche schätzen gelernt. So konnten sie den Teilnehmern zum Beispiel unterschiedlich gewürztes, selbst hergestelltes Trockenfleisch (Biltong, eine Spezialität aus Namibia und Südafrika) zum Kosten anbieten sowie die aus Äthiopien und Eritrea stammenden Injera-Fladen, kleine aufgerollte Sauerteigfladen, die optisch ein wenig an Crepes erinnern. In ihrer ostafrikanischen Heimat dient diese Sättigungsbeilage gleichzeitig als Besteckersatz. Man zupft sie in kleine Stückchen und nimmt damit mundgerechte Happen von Fleisch, Fisch oder Gemüse auf. Die mittlerweile auch hierzulande bekannte Süßkartoffel war Hauptdarstellerin der Vorspeise, einer sämigen Suppe, genannt Mafé, die auch unterschiedliche Gemüsesorten beinhaltet. Zum Verfeinern unerlässlich: Erdnusscreme oder -butter. Unter den Klängen afrikanischer Musik wurden die verschiedenen Gemüse- und Fleischgerichte zubereitet, dazu eine typische, in einer Pfanne angeröstete Gewürzmischung namens Berbere. Der krönende Abschluss kam von den Jugendlichen: Eine südafrikanische Milk-Tart, begleitet von marokkanischem Orangen-Zimt-Salat und erfrischendem Kokos-Ingwer-Joghurt aus Kenia. So schlugen sie mit ihren drei Desserts den weiten Bogen vom nördlichen Atlasgebirge bis hinunter zum Kap der Guten Hoffnung. (ml.) Foto: A. Schwiemann


07.03.2018 - Gymnasium-Alleestrasse

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