15.06.2016

Teilchenforscher für einen Tag

Uni-Wissenschaftler leiteten Workshop im Gymnasium Alleestraße

Siegburg. Was ist kurz nach dem Urknall passiert?

Was sind die kleinsten Bausteine der Natur? Und was ist eigentlich dunkle Materie? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich Teilchenphysiker in der ganzen Welt. Mithilfe von riesigen Teilchenbeschleunigern wie am CERN - der Europäischen Organisation für Kernforschung mit Sitz in Genf - gehen sie der Entstehung des Universums auf den Grund und schließen von den kleinsten Teilchen auf die großen Zusammenhänge im All. Forschen mit echten Daten aus der Teilchenphysik: Das konnten jetzt Schüler des Grund- und Leistungskurses von Physiklehrer Ulrich Kloppenburg im Gymnasium Alleestraße dank des Netzwerks Teilchenwelt. Das Netzwerk, angesiedelt an der TU Dresden, bietet als Herzstück seines Basisprogramms sogenannte Masterclasses an. Bei diesen Workshops in Schulen, Schülerlaboren oder Museen erleben Jugendliche und Lehrkräfte in ganz Deutschland die Welt von Quarks, Elektronen & Co. hautnah. Dafür kamen drei Wissenschaftler der Universität Bonn eigens nach Siegburg. Unter der kundigen Leitung von Dr. Barbara Valeriani-Kaminski erarbeiteten sie mit der Gruppe, zu der auch Schüler des Anno-Gymnasiums gehören, das Standardmodell der Teilchenphysik. Sie erläuterten, wie ein Teilchenbeschleuniger und ein Detektor funktionieren, was man aus den Messungen lernen kann. Dies geschah zum Teil in Vorträgen, zum Teil auch spielerisch. So wurden beispielsweise Elementarteilchen durch Plüschmodelle dargestellt. Vielen rauchte der Kopf, aber alle hatten auf anschauliche Art einen Einblick in moderne Wissenschaft und Forschung gewonnen. (ml.) Foto: Kloppenburg


15.06.2016 - Alleestrasse

Schüler des Gymnasiums Alleestraße