13.03.2012

"Mama lernt Deutsch"

Eins plus statt mangelhaft

Siegburg. Note "mangelhaft" zur besten Sendezeit. Gestern in der "tagesschau" bekam der Bildungsstandort Deutschland wieder einmal den Spiegel vorgehalten.

Es gibt kaum ein Land in der westlichen Welt, so ein Vertreter der Bertelsmannstiftung, in der soziale Herkunft und schulische Leistung so eng korrelieren wie in der Bundesrepublik. Zu oft führt eine gerade Linie von sprachlicher Benachteiligung zu schlechten schulischen Leistungen und weiter in die Arbeitslosigkeit beziehungsweise in eine prekäre Beschäftigung. Nach wie vor besonders stark in dieser Gruppe vertreten: Migratenkinder. Integration der Eltern ist der Schlüssel zum Erfolg der Kinder. Deshalb gibt es seit einigen Jahren den Sprachförderkurs "Mama lernt Deutsch", organisiert vom städtischen Jugendamt und der Volkshochschule. Der Förderkurs richtet sich vorrangig an Migrantinnen, deren Kinder den Kindergarten besuchen. Omas und Verwandte sind ebenfalls herzlich willkommen. Trotz einer schwierigen Haushaltslage im Jahre 2011 kam ein von neun Frauen besuchter Kurs zustande. Er fand im Jugendzentrum "Kidskemp" in der Kempstraße 8 statt. Die Kursteilnahme und die während des Unterrichts stattfindende Kinderbetreuung liefen über die Kita St. Anno. Gezahlt werden musste lediglich eine Anmeldegebühr von 10 Euro. Das viermonatige Lernen hat sich voll gelohnt. Gestern überreichte Bürgermeister Franz Huhn (l.) die Teilnahmebescheinigungen im Rathaus, einen Händedruck und die damit verbundene Ermutigung, den Sprachpfad weiter zu beschreiten, gab's auch von VHS-Direktorin Mechthild Tillmann (6. vl.) und Kursleiterin Natalie Ticheloven (2. vl.).

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Gestern überreichte Bürgermeister Franz Huhn (l.) die Teilnahmebescheinigungen im Rathaus, einen Händedruck und die damit verbundene Ermutigung, den Sprachpfad weiter zu beschreiten, gab's auch von VHS- Direktorin Mechthild Tillmann (6.vl)
Gestern überreichte Bürgermeister Franz Huhn (l.) die Teilnahmebescheinigungen im Rathaus, einen Händedruck und die damit verbundene Ermutigung, den Sprachpfad weiter zu beschreiten, gab's auch von VHS- Direktorin Mechthild Tillmann (6.vl)