08.01.2019

Helfende Hundezunge

Pepino arbeitet mit Pänz im Kinderheim Pauline

Siegburg. Wenn Pepino kommt, verschwinden die Tränen. Pepino ist der Silken-Windsprite-Rüde der Psychologin und "Fachkraft für tiergestützte Intervention" Angela Thomas, die im Kinderheim Pauline von Mallinckrodt tätig ist.

An zwei Tagen pro Woche begleitet er sein Frauchen in ihrer Arbeit mit traumatisierten Mädchen und Jungen zwischen sechs und zwölf Jahren. Pepino sorge "für Freude und Sorglosigkeit", berichten die Pädagogen der Traumagruppen in der Dezember-Ausgabe von "Paulines Extrablatt", "wenn er im Raum ist, verändert sich die Stimmung, die Mädchen und Jungs entspannen, die Freude nimmt zu". Thomas ist wichtig, dass Pepino "als Hund das tut, was er am besten kann: Emotionen auslösen und in Resonanz gehen, die Kinder da abholen, wo sie sind, Verhalten spiegeln und manchmal auch Grenzen aufzeigen, trösten und begeistern, zum Lachen bringen". Sie erzählt die Geschichte von dem Mädchen, das zu weinen anfing, als ihr das Rad bei der Ankunft im Kinderheim umfiel und alle Schulbücher auf dem Boden lagen. "Pepino ging auf das Mädchen zu und leckte ihr die Tränen ab. Das fand sie sehr süß und lachte." "Ein resonanzfähiger Hund ist aber auch ein sensibler Hund", weist Thomas auf die für Pepino wichtigen Ruhezeiten hin. "Die Stimmung und den Belastungsgrad der Kinder trägt auch der Hund mit sich. Es ist wie mit einem Rucksack, der dem Hund für die Zeit der Therapiestunden umgehängt wird." Aus diesem Grund beabsichtigt sie, zukünftig mit Mateo einen zweiten "vierbeinigen Freund" für die Kinder einzusetzen.


08.01.2019 - Kinderheim Pauline-v-Mallinckrodt

Pepino, der Silken-Windsprite-Rüde im Kinderheim Pauline von Mallinckrodt