22.12.2017

Fast wie Uni

Schüler und Studenten lieben die Stadtbibliothek

Siegburg. Goethes Italienreise links, das Regelwerk der Herren Binomi und Newton rechts, am Kopfende noch der Atlas, aufgeschlagen ist die "Blauen Banane",

der bevölkerungsreiche Kern Europas von London über Rhein-Ruhr und Ba-Wü in die Lombardei, der die leicht gekrümmte Form der Tropenfrucht aufweist. Es wird viel gelernt in der Siegburger Stadtbibliothek. Schülergruppen bereiten Referate vor und präparieren sich für Abitur. Studenten brüten über Hausarbeiten, ein in Siegburg wohnhafter Dozent lädt sein Hochschulseminar regelmäßig in die Griesgasse 11 ein. Es riecht nach Uni. Die Gründe, die Bibliothek als Lernort zu wählen, sind vielfältig. Eine große Rolle spielt die Technik. Es gibt ein Dutzend PC-Stationen mit Office-Ausstattung, Internetzugang und der Möglichkeit, Daten auf den USB-Stick zu laden. Besitzer von Laptops machen überall im Haus vom W-Lan Gebrauch. Nachgedacht und geschrieben wird an Gruppen- und Einzeltischen. "Vor allem Schüler finden bei uns häufig eine bessere Ausstattung und mehr Ruhe als daheim", so Bibliothekarin Susanne Höck. Zum Unterricht passende Lernhilfen, Übungsbücher, Interpretationshilfen und Vokabeltrainer stehen in greifbarer Nähe. Wer es dann aber doch spezieller braucht, dem helfen die Mitarbeiterinnen mit der Fernleihe oder mit der seriösen Netzrecherche über Datenbanken wie Munzinger. Apropos Hilfe: Als zuletzt einer Studentin die Abschlussarbeit kurz vor dem Abgabetermin "abschmierte", war guter Rat teuer. Da machte sich in Blitzeschnelle aus der EDV-Abteilung im Rathaus ein edler Ritter auf den Weg, der die Abhandlung aus dem Datennirwana zurückholte. Ob die Bonner Unibibliothek diesen Service so schnell und unbürokratisch bewerkstelligt hätte?


22.12.2017 - Bibliothek

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