05.01.2017

Ein Raumschiff für Berlin

Gymnasiastinnen der Alleestraße im Ideenflug

Siegburg. Ein Wettbewerb, ganz klar, will zum Mitmachen anregen.

Da ist der Name nicht unwichtig. "Ideenflug" - das klingt nach phantastischer Reise, nach Schweben durch luftige Sphären, nach Freiheit und Abenteuer. Die Assoziationen sind durchaus richtungweisend, denn es geht darum, bei Schülern das Interesse an Technik, Informatik und Naturwissenschaften zu wecken, Faszination an der Luft- und Raumfahrt zu vermitteln. Der Wettbewerb "Ideenflug", ausgedacht von der Airbus Group, soll den Nachwuchs motivieren, nach kreativen Lösungen zu suchen, die Luft- und Raumfahrt umweltfreundlicher, effizienter und sicherer zu machen. Das ließen sich die fünf Schülerinnen der Fernerkundungs-AG am Gymnasium Alleestraße nicht zweimal sagen. Als ihre Lehrerin Christina Müller ihnen von dem Wettbewerb berichtete, beschlossen sie sofort, sich zu beteiligen. Immerhin waren 3.000 Euro für den Sieger ausgelobt, dazu zwei Sonderpreise zu je 1.000 Euro. Es begann ein mehrmonatiger Planungsprozess, bei dem sich die Siebt- und Achtklässlerinnen erst einmal eine Menge Fragen stellten. Wie sehen Raumschiffe in hundert Jahren aus? Welche Planeten werden erforscht? Welche Erkenntnisse aus der Raumfahrt können der Menschheit helfen? Gibt es noch andere Lebewesen in unserem Universum? Um sie zu beantworten entschied sich die Gruppe, eine fiktive Rakete zu konstruieren, die - in 100 Jahren - zum Mars fliegen und dort unter anderem nach Rohstoffen suchen könnte. Innovativ und umweltfreundlich sollte das mit Solarzellen betriebene und von multifunktionalen Luftkissen getragene Raumschiff sein und auf seiner Mission im All wissenschaftliche Projekte durchführen. Die Entwicklung des Flugkörpers haben die Mädchen in einem "Logbuch" dokumentiert. Für den ersten Platz hat es dann zwar nicht gereicht. Aber die Gruppe war unter den elf Finalisten-Teams, die Anfang Dezember aus ganz Deutschland in die Hauptstadt reisten, um an der Endausscheidung teilzunehmen. Im Deutschen Technikmuseum in Berlin präsentierten alle eingeladenen Teams ihre Projekte auf einem "Markt der Ideen". Begutachtet wurden sie von einer Jury aus Ingenieuren der Luft- und Raumfahrt, Politikern, Lehrern und Medienvertretern. Für die Preisverleihung hatte man den KiKA-Moderator Felix Seibert-Daiker ("Erde an Zukunft") engagiert. Der Aufenthalt in Berlin schloss natürlich auch ein kleines Sightseeing-Programm ein. Am Ankunftstag ging es auf eigene Faust zum Brandenburger Tor und anschließend zu "Madame Tussauds", um sich beim Wachs-Double von Angela Merkel und anderen Figuren aus Politik und Prominenz auf die Hauptstadt einzustimmen. Zum offiziellen Teil gehörten der Besuch des Bundestages und das gemeinsame Abendessen in einem Restaurant in Berlin-Mitte, das den unvergesslichen Ausflug abrundete. "Allein die Reise war", so Lehrerin Christina Müller, "für die Gruppe ein Hauptgewinn". (ml) Foto: G.C. Nahrung


05.01.2017 - Gymnasium Alleestrasse

Schüler des Gymnasiums Alleestraße