
Seit dem 12. Jahrhundert wird in Siegburg getöpfert. Bedingt durch reiche Tonvorkommen begann man erst mit einfachen Formen, angeregt durch Töpfereien der näheren Umgebung. Schon bald setzte eine Entwicklung ein, man brannte die Ware bei höheren Temperaturen, die Formenvielfalt wuchs, und Verzierungen kamen auf.
Im 14. Jahrhundert gelang es den Töpfern, Steinzeug herzustellen (sogenannter gesinterter, also dichter Scherben). Eine erste Blüte Siegburger Steinzeugs fiel in diese Zeit.
War der Scherben in der Frühzeit dunkler, so wurde er bis zum 16. Jahrhundert heller, im 15. Jahrhundert finden sich oft reizvolle Ascheanflüge und Spuren der offenen Flamme auf den Töpfen.
Im Laufe der Zeit erfand man die verschiedenen Verzierungen und Auflagen, bis dann im 16. Jahrhundert die sogen. Schnellen mit künstlerischen Bildauflagen eine zweite Hochblüte Siegburger Steinzeugs einleiteten.
Siegburgs Ruhm drang bis nach England und Skandinavien vor.
Ende des 16. Jahrhunderts begann der Niedergang Siegburger Töpfereien; nur im 19. Jahrhundert wurde verschiedentlich, auch in Siegburg, Steinzeug als Nachahmung hergestellt.
Nun gibt es, nach weit über hundert Jahren, wieder die Siegburger Töpferei, deren Anfänge um 1955 liegen und die sich seit 1974 endlich wieder in Siegburg befindet. Die Töpferei knüpft an die alte Tradition an und stellt Siegburger Steinzeug, auch in abgewandelter Form, wider her.
Natürlich wird dort auch moderne Keramik hergestellt.
Siegburger Töpferei
Kirchplatz 7 (Nähe Markt)
53721 Siegburg
Tel: 0 22 41 / 6 95 88
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 10 Uhr - 18 Uhr
Sa 10 Uhr - 14 Uhr