
Siegburg. Die 11-Uhr-Regel ist hinlänglich bekannt. Bis dahin darf in der Fußgängerzone mit Fahrzeugen angeliefert werden. Danach soll sie allein den Passanten gehören. Denn ein autofreies Fußgängerparadies ist eines der starken Pfunde der Einkaufsstadt Siegburg. Trotzdem fahren immer noch viele Lkw und Lieferanten nach 11 Uhr in die Fußgängerzone. Lieferstress hin, Lieferstress her: Das ist frech, das ist dreist. Jetzt gibt es harte Schwerpunktkontrollen durch das städtische Ordnungsamt, dessen Organisationsstrukturen zur effektiveren Verfolgung jüngst eigens umgestaltet wurden. Wer zur falschen Zeit etwa auf dem Markt erwischt wird, bekommt eine Knolle. Preislage: 30 Euro, im Wiederholungsfalle wird es heftiger. Eine bittere Pille, da viele Kraftfahrer die Knolle aus eigener Tasche zahlen müssen. Dabei hat die Stadt Siegburg an mehreren Randpunkten der Fußgängerzone allein für Lieferfahrzeuge reservierte Parkplätze eingerichtet. Doch mit der "Sackkarre" ein paar Meter die Pakete zum nächsten Geschäft zu fahren, ist einigen der Paket-Piloten zu umständlich. Dann lieber Fußgänger an den Rand drängen und mit Abgasen zustinken. Schluss damit: Wer mithelfen will, Siegburgs Fußgängerzone frei zu halten, ist herzlich willkommen. Machen wir Frühjahrsputz: Anzeigen nimmt das städtische Ordnungsamt gerne entgegen, bei aktuellen Beschwerden reagieren wir sofort. Bitte Anruf unter 102-229.