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Das Bild zeigt einen heranfahrenden ICE-Zug, der neben der Abtei Michaelsberg zu sehen ist.

Kreisstadt Siegburg



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Historische Ansicht von SiegburgHistorische Ansicht von Siegburg

15.01.2010

Brauchen drei ermattete Rektoren die Vitaminspritze?

Kostenloses Obst für die Schüler


Siegburg. Da haben sich die so oft gescholtenen Bürokraten der Europäischen Union  doch mal was richtig Gutes ausgedacht. Täglich frisches Obst für Schüler der Klassen 1 bis 4 in diversen Grundschulen. Und dazu noch kostenlos und frei von Zusatzstoffen. Egal, ob Äpfel, Trauben, Birnen oder Apfelsinen. Das sind die "Kern"-Punkte des EU-Schulobstprogramms. Auch in Nordrhein-Westfalen wird die Frischetheke geöffnet, und fünf von acht Siegburger Grundschulen bewerben sich um die Lizenz zur kostenlosen Obstvertilgung. Bei den drei anderen benötigt möglicherweise erst einmal die verantwortliche Schulleitung eine Vitaminspritze, um munter zu werden. Kein Bock auf frische Früchte für die Pänz. "Zu hoch" sei der Aufwand, stöhnte ein Schulleiter auf die schriftliche Anregung des städtischen Schulamtes, "enorm bürokratisch" winkte der andere ab, die Vitamine stünden zur Arbeit "in keinem Verhältnis" nölte der Dritte. Ja klar: Das Thema Obst werde auch so "schon lange intensiv angegangen", ließ man verlauten.  Mitmachen wollen aber die Hans Alfred Keller-Schule im Stadtteil Deichhaus, die Grundschule Nord, die Grundschule Humperdinckstrasse, die Grundschule auf dem Stallberg und die Grundschule in Kaldauen. Mitte Februar fällt die Entscheidung, wer die Obstkisten auspacken kann. Ab März rollt die tägliche Ration Gesundheit an. "Eine tolle Sache", findet Bürgermeister Franz Huhn die Aktion: "Ausgewogene  Ernährung wird in der heutigen Zeit gerade im Schulalltag immer wichtiger! Nur gesunde Kinder sind in der Lage, die Anforderungen der Schule anzunehmen und erfolgreich zu lernen. So früh wie möglich ein gesundes Ernährungsverhalten zu vermitteln, ist genau der richtige Weg. Damit setzen sich die Bemühungen in den Kindergärten nahtlos beim Eintritt in die Grundschule fort", so Huhn. Er ist sich sicher, dass  Eltern diesen Aspekt auch bei der künftigen Wahl der Schule mit berücksichtigen.